LEBE DEINEN TRAUM

Traum, Held, Leben, Handeln, Selbstverwirklichung

LEBE DEINEN TRAUM

Nicht mal im Traum habe ich gestern daran gedacht, euch heute Goethe zu interpretieren. Ich bin ja nun wirklich noch weniger Literaturwissenschaftler als Donald Trump Politiker ist. Aber warum eigentlich nicht? Den Faust kann ich euch doch locker in die heutige Zeit übersetzen:

„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie
und grün des Lebens goldner Baum.“

Daraus mache ich für euch im ersten Schritt:

Wer seine Träume leben will,
muss zuerst aus ihnen aufwachen.

Und im zweiten Schritt:

Macht es einfach!

Damit es euch nicht so geht wie meinen Eltern. Meine Mutter ist Holländerin und sie wünschte sich sehr, mal mit meinem Vater nach Holland zu fliegen, um ihm ihre alte Heimat zu zeigen. Wunderschöne Idee! Großartiger Vorsatz! Ein kleiner, aber wertvoller Traum!

Und? Die Theorie blieb grau. Die beiden sind nie zusammen nach Holland gereist, mein Vater ist im Alter von 84 Jahren gestorben und jetzt ist es zu spät.

Seid euer eigener Held!

Das Leben belohnt nur den, der handelt. Das ist eine so einfache Wahrheit, dass es schon beinahe wehtut. Aber wenn ich mich so umschaue: Die meisten haben es nicht kapiert. Die sitzen rum und träumen. Basteln an ihren guten Vorsätzen anstatt an deren Umsetzung. Macht euch klar: Es gibt nichts auf dieser Welt, was weniger wert ist als ein guter Vorsatz!

Eine Bikinifigur in eurem Schädel ist sogar weniger als nichts wert, wenn ihr gleichzeitig im Spiegel auf eure Fettwülste starrt. Das Leben ist kein Zuschauersport! Geht raus! Geht laufen! Macht Kniebeugen. Egal. Macht irgendwas! Probiert was aus!

Ihr seid einsam? Dann geht unter die Leute! Muss sich erst jemand vor euer Auto werfen, damit ihr jemanden kennenlernt? Die Leute hängen in Massen bei ElitePartner & Co rum, anstatt mal mit einem Lächeln durch die Welt zu gehen und den Menschen in die Augen zu schauen.

Hasta la vista, Baby!

Nein, ich habe nichts gegen Pläne. Pläne sind gut – wenn sie direkt und übergangslos ins Handeln münden. Ein guter Plan ist einfach eine gute Idee. Da hat einer zum Beispiel die gute Idee, dass er in seinem Leben mehr Sonne haben will. Er schaltet einen Gang höher und denkt: Wie wär’s in Spanien zu leben? Sehr gut! Und jetzt?

Wenn dieser Sonnenanbeter jetzt anfängt, sich seinen Traum vom Leben in Spanien auszumalen, ihn in epischer Breite aufschreibt, beginnt im Internet zu recherchieren und anfängt ein Riesenprojekt daraus zu machen, ist es schon wieder Mist. Dann bastelt er sich schon wieder eine graue Theorie zusammen und arbeitet an einer romantischen Verklärung anstatt an seinem Leben.

Warum bucht er sich nicht einfach einen Flug mit Hotel nach Barcelona für ein paar hundert Euro und guckt sich das Ganze mal vor Ort an? Probiert mal aus, wie leicht oder schwer ihm das fällt mit der Sprachbarriere? Prüft, ob ihm Land und Leute wirklich gefallen? Sucht sich schöne Plätzchen und taucht ein bisschen ein in die spanische Welt?

Leben 1.0

Ihr solltet viel häufiger und in viel früherem Stadium die Sachen einfach ausprobieren! Aber was macht ihr? Ihr schaut im Fernsehen Promi-Dinner an, während ihr euch nebenher eine Packung Fastfood von CurryKing reinstopft!

Fernsehen ist sowieso Zeitverschwendung Nummer eins. Fernsehen ist Konservenfraß. Frischkost gibt’s nur, wenn ihr die Glotze ausschaltet. Nein, werft sie besser gleich komplett raus! Ihr braucht auch keine Zeitung, um euch beim Frühstück die Laune zu verderben, bevor der Tag überhaupt erst richtig begonnen hat.

Lebt euer Leben im Original. Schaut mal, es ist Frühling. Geht raus! Lasst den Stapel Absichtserklärungen zurück. Macht lieber was! Fangt an mit Kleinigkeiten. Ein heißer Tipp: Macht was mit Kindern! Macht einfach, was euer Herz erfüllt. Und dann seht weiter.

Traum-Training

Nehmen wir an, es gäbe einen Muskel, der uns zum Handeln befähigt. Damit ein Muskel stark ist, muss er trainiert werden. Meiner ist schon ganz kräftig, weil ich ständig was mache. Letzte Woche zum Beispiel habe ich wieder mal ein Unternehmen gegründet. Mache ich dauernd. Da war eine Gruppe, die hatte unfassbar viele unfassbar gute Ideen. Ich war echt beeindruckt. Und dann habe ich gestaunt, dass die gar nicht mehr aufhörten, rumzusitzen und Ideen zu produzieren.

Ich habe ihnen gesagt: „Okay. Fein. Und jetzt sage ich euch mal, was dran ist: Jetzt geht’s darum, dass einer von euch mal diesen scheiß Hörer in die Hand nimmt und jemanden anruft! Fangt an!“

Die brauchten einfach jemanden an ihrer Seite, der rausgeht und auf allen Kanälen von ihren guten Ideen erzählt, damit die so unter Druck kommen zu liefern, dass sie zwangsläufig ins Handeln kommen. Ihr könnt das auch „Tritt in den Hintern“ nennen. Den haben sie von mir bekommen. Und es läuft.

Gewinnergewohnheiten

Mit der Zeit wird es dann immer leichter. Der Muskel wächst und zieht immer stärker. Das Handeln zieht ein paar Misserfolge aber deutlich mehr Erfolge nach sich. Das Leben belohnt, wie gesagt, den, der handelt. Gewinner haben genau das getan, was die Verlierer nicht tun wollten.

Da fällt mir ein, ich wollte eigentlich mal ein T-Shirt bedrucken lassen, auf dem steht:

Start where you are.
Use what you have.
Do what you can.

Das gebe ich dann gleich mal in Auftrag …

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