MENSCHEN SIND PARASITEN!

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MENSCHEN SIND PARASITEN!

Einzelne Menschen können ganz schön viel anrichten: politische Auseinandersetzungen, Umweltkatastrophen, Kriege, Flüchtlingskrisen.

Die Welt geht den Bach runter und was macht besagte Menschheit?

Nichts.

Klar, denn sie ist ja selbst die Plage, die über kurz oder lang die Welt  zerstören wird.

Ich kann es nicht anders ausdrücken, aber: Ich hasse Menschen!

Ausreden, Ausreden, Ausreden

Jetzt werden sich sicher wieder einige in den hintersten Ecken ihres Gehirns   einreden: „Was soll ich denn auch an dem großen Übel dieser Welt als einzelner Bürger ausrichten können? Kann ein kleiner Mensch etwas ändern? Wohl eher nicht …“

Check. Schlechtes Gewissen beruhigt. Also wird sich gemütlich im Sessel zurückgelehnt und das weltliche Spektakel aus sicherer Entfernung im eigenen Heim via Glotze verfolgt. Wenn überhaupt. Denn von negativen Ereignissen wollen Menschen schlichtweg nichts wissen. Sie verschließen ihre Augen vor der Wirklichkeit, schließlich verdirbt einem das Befassen mit Ungerechtigkeiten nur die gute Laune.

Doch mal ganz ehrlich: Wenn jeder so denken würde, wie sollte da jemals ein Lösungsplan entwickelt werden?

Ein Land voller Pottsäue

Die grundsätzliche Frage ist doch, brauchen wir Menschen in Deutschland überhaupt einen Plan zur Lösung irgendwelcher gefühlt weit entfernter Probleme? Uns Menschen geht es in unserem Land schließlich ausgezeichnet, wenn da nicht die anderen in der Welt sich daneben benehmen würden. Wir waren es nicht, die anderen sind schuldig!

Doch das ist doch noch lange kein Grund, um selbst wie die Pottsäue zu leben. Wir Deutschen sind ein Paradebeispiel für eine Nation, die keinen Bock darauf hat, sich irgendwie anzupassen und zu verändern. Nein, wir verlangen das immer nur von anderen. Deshalb schlemmen wir ja auch so gerne UNSERE geliebte Currywurst auf Mallorca und trinken dazu UNSER gutes Bier. Bestellt wird selbstverständlich auf deutsch – die Spanier können sich ruhig ein bisschen für das Geld anstrengen, das wir dort liegen lassen.

Wir Menschen sind die Parasiten!

Da könnte ich wirklich im Strahl kotzen. Wir verbrauchen alle unsere Energie dafür, dass wir UNSEREN Standard halten können.

Das oberste Ziel: Status quo beibehalten. Veränderung ist ja auch was wirklich unangenehmes.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie ich unsere Spezies Dank solchem Verhalten verabscheue. Nach Außen spielen wir so unglaublich gerne die frommen Samariter, die alle armen Flüchtlinge aufnehmen würden, „aber bitte nicht in unserer Straße, solche Menschen können wir hier gar nicht gebrauchen …“

Und wisst ihr, woran das liegt? Weil wir alle faule und feige Wesen sind, die sich ausschließlich mit sich selbst und den eigenen Problemen beschäftigen. Menschen sind Parasiten!

Mein Beitrag im Kleinen

Doch, wenn ihr jetzt glaubt, dass ich hier mal wieder auf den Putz haue, um andere Menschen anzuklagen, dann habt ihr euch geschnitten. Ich bin selber ein Parasit, das brauche ich nicht leugnen.

Doch ich versuche, im Kleinen daran zu arbeiten. Ich habe beispielsweise schon länger kein Auto mehr. Wozu auch, wenn es so tolle Dinge wie Carsharing gibt? Am liebsten bin ich mit dem Fahrrad unterwegs und verpeste dadurch ein bisschen weniger die „gute“ Luft. Klar versuche ich damit mein schlechtes Gewissen ein bisschen zu beruhigen. Aber wenigstens versuche ich es im Kleinen. Auch an meinem Fleischkonsum habe ich kräftig gearbeitet – heute kommt lange nicht mehr so viel totes Tier auf den Tisch wie früher.

Das ist mein kleiner Beitrag dazu, ein bisschen weniger Parasit zu sein. Und dann bleibt mir nur noch zu hoffen, dass die große Rache der Welt erst nach meinem Tod die Menschen bestraft.

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